*1954 in Oldenburg, Deutschland 

Das Œuvre von Thomas Schütte zeichnet sich durch eine Experimentierfreude aus, die schwer einzuordnen ist. Nach seiner Teilnahme an der Weltkunst Ausstellung 1981 in Köln mit architektonisch anmutenden Modellen entwickelte Schütte einen vielfältigen medialen Umgang. Zu seinen Schwerpunkten gehören Aquarell, Druckgrafik, Installation, Zeichnung und Skulptur. Das ständige und parallele Arbeiten an Serien und Werkgruppen ist ebenso Merkmal seiner künstlerischen Praxis wie eine subtile humoristische Komponente. Die skulpturalen Werke des mehrfachen documenta-Teilnehmers finden ihren Ausgangspunkt meist in kleinen Wachs- oder Tonmodellen, die später im Maßstab 1:1 gebaut werden und stark aus dem Material heraus gedacht sind, ergo direkt von Besucher:innen erfahren werden können.

Für tinyBE hält Schütte mit «Spartà Hut» an seinem herkömmlichen Produktionsprozess fest; einem Modell folgt nun eine Holzskulptur in Originalgröße, die eigens in Frankreich produziert wird. Wie kein zweites Werk hinterfragt die puristische Arbeit, die Assoziationen an einen Briefkasten und die Diogenes Tonne wach werden lässt, was wir wirklich zum Leben und Arbeiten benötigen.

 

Ausbildung/ Education

Kunstakademie Düsseldorf, Deutschland: Klasse Fritz Schwegler, Gerhard Richter 1973 –1981

Auszeichnungen / Awards (Auswahl/ Selection)

2007 Auswahl „Hotel for the birds“ für den Pfeiler des Trafalgar Square in London

2005 Biennale Venedig Goldener Löwe / bester Einzelkünstler der Ausstellung